Freier Theaterverein Heidelberg e. V.
Theatertage 2017

 

Donnerstag, 26. Oktober 2017 - Sonntag, 05. November 2017

(inkl. Rahmenprogramm)

 
Tickets könnt Ihr kaufen unter

www.karlstorbahnhof.de

 

 

Unser Programmheft online gibt es hier:

Programmheft online

 

 

 

 

 

 

 


 

Eröffnung

26.10.2017 / Do / 20.00 Uhr / Karlstorbahnhof Saal

 

 

 

 

LONGJOHN: Mann sein – das ist echt nicht einfach!

Comedy, Musik, Tanz, Artistik, Improvisation, Multimedia – nennen wir es Freestyle-Theater!

DER WEISSE KNOPF, Köln / Publikumspreis Theatertage 2016

 

Stellen Sie sich vor, Sie kommen abends nach einem anstrengenden Tag nach Hause und verwandeln sich beim Staubsaugen plötzlich in einen Cowboy zu Zeiten des Wilden Westens... So ergeht es Frank, der das Publikum daraufhin miterleben lässt, wie es ist, mit grimmigem Blick durch knarzende Saloontüren zu gehen, durch die Prärie zu reiten, sich zu prügeln oder mit Alison, Johnston und Slicky am Lager-feuer zu sitzen und mit den Filmstimmen berühmter Westernhelden über das Mann-sein zu philosophieren.

 

Etliche Filme wurden gesichtet und Ausschnitte zusammengetragen. Auf der Bühne verteilte Tasten steuern einen selbstkreierten Bühnensampler, der diese Passagen gezielt und manchmal scheinbar zufällig abspielt. Der so erzeugte Soundtrack lässt die Bühne zur Kinoleinwand werden. Die Protagonisten, die in ihrer Statur Parallelen zu den Daltons erkennen lassen, sind nicht nur Artisten, Musiker und Schauspieler, sondern haben sich in Tanz-, Kampf- und Reitworkshops auf die vielfältigen Bewegungsanforderungen der abwechslungsreichen Aufführung vorbereitet.

 

Erleben Sie das intensive Unterhaltungsprogramm mit dem spartenübergreifenden Ensemble „Der weisse Knopf“ aus Köln. Es gibt eine große Zielgruppe für LONGJOHN, denn Männer lieben Cowboys – und Frauen lieben Männer.

 

Auf eine Überraschung folgt sofort die nächste, Männer und Frauen lachen sich schief und fühlen sich ertappt von diesem Bild vom Mann, der stark sein will und voll Sehnsucht ist.

Monika Everling / Haller Tagesblatt

 

Spiel Nils Buchholz, Sebas Inaty, Daan Mackel, Christian Mersmann

Regie Bianca Lehnard

Musik, Sound, Text Christian Mersmann

 

www.longjohn.cologne

 

Die Produktion wurde bei den THEATERTAGEN 2016 mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

 

Eintritt AK 15 Euro / VVK 12 Euro + VVK-Gebühr

 


 

Wettbewerb

27.10.2017 / Fr / 19.00 Uhr / TiKK

 

 

 

Tristan Isolde Desaster

von Julian Friedrichs, frei nach Joseph Bédiers Tristan und Isolde

ILIOS Théâtre, Wien

 

„Wir haben die Dreiecksliebesgeschichte von Tristan und den beiden Isolden in die

Neuzeit übertragen und in der Welt der zartbitteren Schokolade angesiedelt“, so

beschreibt Regisseurin Marie-Therez Lorenz ihre Inszenierung von „Tristan Isolde

Desaster“.

Inspiriert von einer tiefenpsychologischen Analyse des Tristan-Isolde-Mythos über

die romantische Liebe, die die alte Geschichte brandaktuell erscheinen lässt, wirft

Lorenz mit ihrem Ensemble einen etwas anderen Blick als gewöhnlich auf das Liebespaar und seine sogenannte „wahre und große“ Liebe. Mit einem großen Augenzwinkern und viel Wortwitz.

 

Ungewöhnlich ist auch die Ästhetik des Stücks: eine Mischung aus Sprechtheater, Physical Theatre und Formentheater. Sechs SchauspielerInnen erschaffen mit fünf Holzbrettern eine magische Welt, die das Publikum in Sekundenschnelle von einem Ort zum anderen gleiten lässt. Sie verkörpern nicht nur mehrere Rollen, sie sind auch Manipulateure der Objekte. Es entstehen Formen, manchmal richtige Choreographien der Bretter. Ein Livemusiker/Percussionist erschafft das klangliche Universum.

 

Mit einfachen Mitteln wird größtmögliche Poesie erzeugt: humorvolles, erfindungsreiches Theater!

 

 

Spiel: Klemens Dellacher, Viktoria Hillisch, Santo-Pablo Krappmann, Benjamin Petermichl, Sofie Pint, Marion Steinbach

 

 

 

Musik: Markus Zahrl

 

 

 

Konzept, Regie, Dramaturgie: Marie-Therez Lorenz

 

 

 

Bühne, Ausstattung, Kostüm: Luisa Fillitz

 

Lichtdesign: Katharina Mackowiak

 

www.iliostheatre.com

www.facebook.com/iliostheatre

 

Eintritt AK 15 Euro / VVK 12 Euro + VVK-Gebühr

 


 

Rahmenprogramm

27.10.2017 / Fr / 21.00 Uhr / Theater im Romanischer Keller

 

 

 

 

The Great Joy Leslie & The Amazing Siegfried sind

Siegfried & Joy

Zauberkunst & Comedy

 

Ein Raunen geht durch die Mengen, Discokugeln drehen durch, der Vorhang öffnet sich: für Siegfried & Joy – the NEW superstars of magic! 

Wer noch nie auf einer Zaubershow war, der sollte angesichts dieser Chance von einer zauberhaften Euphorie erfasst werden, und seinen Besen besteigen – und wer nicht an Magie glaubt, der sollte erst recht kommen, aber zu Fuß! Denn neben kreativen Explosionen im Dienste der Zauberkunst, skandalösen Geschichten mit verblüffendem Ausgang und dem Zunichtemachen aller Zaubershow-Klischees, warten bei Siegfried & Joy auch charmant-skurriler Humor und zwei bezaubernd galante Männer! Schweren Herzens lehnten sie lukrative Angebote aus Las Vegas ab, um die deutsche Kulturszene aufzurütteln, und auch den letzten Zauber-Skeptiker abzuholen und zu zeigen, wer von nun an zur neuen Generation der Magier gehört! 

Einer der beiden ist The Great Joy Leslie, der bisher nicht nur bei seinen Clubshows die Säle zum Glitzern brachte, sondern auch schon die deutsche Festivallandschaft umfassend mit seiner Zaubershow beglückte und dabei nicht selten die, die eigentlich nur Bands, Bier und Beats im Kopf hatten, das restliche Line-Up vergessen ließ. Sein neuster Coup ist nun also dieses Duo mit seinem nicht minder eloquenten Partner The Amazing Siegfried, der bereits auf den Kreuzfahrtschiffen der Weltmeere die Cocktailschirmchen durch seine Zauberei zum Wackeln gebracht hat.

Aber keine Angst: Tiger auf der Bühne haben die beiden nicht nötig, vielmehr werden sie dort selbst zu welchen. Abrakadabra – Bühne frei für Siegfried & Joy!

 

www.facebook.com/siegfriedandjoy

 

Pressestimmen:

“Besser als Siegfried und Roy“ - Festivalguide

“The Amazing Siegfried ist einer der besten Magier Deutschlands“ - Bild Zeitung

 

Eintritt AK 14 / 9 Euro / VVK 11 Euro + VVK-Gebühr

 


 

Wettbewerb

28.10.2017 / Sa / 19.00 Uhr / TiKK

 

 

 

Ich werde nicht hassen (I shall not hate)

von Izzeldin Abuelaish in einer Monologfassung von S. Armbruster und E. Konarek

Theaterhaus Stuttgart

 

„Am 16. Januar 2009 um 16:45 Uhr wurden israelische Panzergranaten in das Schlafzimmer meiner Töchter gefeuert. Bessan, Aya und Mayar waren sofort tot, mit ihnen ihre Cousine Noor. Weil das israelische Militär Journalisten den Zugang nach Gaza verboten hatte, gab ich einem israelischen Fernsehreporter jeden Tag ein Telefoninterview. Minuten nach dem Angriff rief ich ihn beim Sender an; er übertrug unser Telefonat in die Sendung. Die Nachricht ging blitzschnell um die Welt."

Dies ist die Geschichte des palästinensischen Arztes Dr. med. Abuelaish. Er erzählt vom Alltag in Gaza, vom Warten an den israelischen Checkpoints, vom Familienleben zwischen Hoffnung und Verzweiflung und vom tödlichen Anschlag. Er hätte allen Grund Israel zu hassen, stattdessen kämpft er weiter für Verständigung und Versöhnung mit Israel: „Hass macht blind und führt zu irrationalem Denken und Verhalten. Frieden ist Menschlichkeit. Frieden bedeutet Respekt. Frieden ist ein offener Dialog. Heute notwendiger denn je.“

 

„Ich werde nicht hassen“ ist eine puristische und gerade deshalb so starke Inszenierung. Das Stück konzentriert sich ganz auf die bewegende Geschichte des Arztes, getragen allein von der Kraft eines einzelnen Schauspielers, Mohammad-Ali Behboudi. (…) Das Publikum war begeistert und bewegt.“

Jutta Louise Oechler für Kulturzeit, 21.10.2014

 

 

Spiel: Mohammad-Ali Behboudi

 

 

 

Regie: Ernst Konarek

 

 

 

Dramaturgie: Silvia Armbruster

 

 

 

Kostüm: Gudrun Schretzmeier

 

 

 

Regieassistenz: Brigitte Luik, Sina Feyz

 

Video: Peter Schmidt

 

Monica-Bleibtreu-Preis Kategorie „Bestes zeitgenössisches Drama“, 5. Hamburger Privattheatertage 2015.

2010, 2011 und 2013 war Izzeldin Abuelaish für den Friedensnobelpreis nominiert.

 

Aufführungsrechte: LITAG Verlag GmbH, München

Gefördert durch den Innovationsfonds des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

 

Eintritt AK 14 / 9 Euro / VVK 11 Euro + VVK-Gebühr

 


 

Wettbewerb

28.10.2017 / Sa / 21.00 Uhr / Theater im Romanischen Keller

 

 

 

Immersion

von Martin Gruber & aktionstheater ensemble

aktionstheater ensemble, Wien

 

Martin Gruber und sein eben mit NESTROY-Theaterpreis ausgezeichnetes aktionstheater ensemble widmen sich in ihrer neuen Produktion jenen am gesellschaftlichen Kuchen Zukurzgekommenen, für die Aufmerksamkeit alles bedeutet und doch in ihrer Einsamkeit verloren gehen. Selbstverständlich darf auch hier wieder der ironische Blick auf die eigene Theaterarbeit nicht fehlen.

Michaela entrüstet sich über das mangelnde Können einer Darstellerin aus einem Werbeclip für eine Provinzstadt. Das hätte sie wirklich besser gemacht. Andreas darf während einer Gala vor internationalen Finanzmogulen seine Gedichte vortragen. Eine Karriere als gefeierter Poet scheint sich aber doch nicht abzuzeichnen. Martin träumt vom großen Durchbruch als Schauspieler in einer französischen Filmproduktion. Bei den Dreharbeiten am Mount Everest wird er aber zum Statisten degradiert. Sein einziger Satz wird gestrichen. Von nun an geht’s bergab. Zurück in der Realität bleibt für alle ein Engagement beim aktionstheater ensemble. Anlässlich eines drohenden Rechtsruckes, entschließt man sich nur noch Komödien zu machen. Das hat in früheren Zeiten auch schon einmal funktioniert…

Um die Grenzen zwischen Wunsch und Wirklichkeit vergessen zu machen, konterkarieren die Sängerin Sonja Romei und „Tanz Baby!“-Mastermind Kristian Musser das Geschehen mit minimalistischen Interpretationen vergangener Hits und sphärische Neukreationen. Immersion. Wir verschwinden. Eine poetische Intervention.

 

 

Buch, Regie: Martin Gruber
Dramaturgie: Martin Ojster

 

 

Musik: Sonja Romei, Kristian Musser,
Spiel: Susanne Brandt, Michaela Bilgeri, Martin Hemmer, Andreas Jähnert und Sonja Romei, Kristian Musser

 

www.aktionstheater.at

 

Eintritt AK 14 / 9 Euro / VVK 11 Euro + VVK-Gebühr

 


 

Rahmenprogramm

29.10.2017 / So / 15.00 Uhr / Theater im Romanischen Keller

 

 

 

TiKKids - Kindertheater im TiKK unterwegs

Pinocchio
Frei nach Carlo Collodi für Kinder ab 5 Jahren

 

„Kleines Püppchen, freches Bübchen,
wo hat man dich zuletzt geseh'n?
Du wolltest doch zur Schule geh'n,
was ist gescheh'n?“

Ja, das ist eine gute Frage, denn eigentlich hatte Pinocchio, die kleine, freche Holzpuppe, seinem Vater, dem Holzschnitzer Gepetto, doch ganz fest versprochen, endlich ein braver Junge zu sein und zur Schule zu gehen...

Und wo steckt der Bengel jetzt wieder? Er schlittert von einem Abenteuer ins nächste, trifft auf Gauner, die ihm sein Geld abluchsen wollen und andere schräge Gestalten, aber auch auf welche, die ihm helfen wollen, den rechten Weg durchs Leben zu finden. Denn erst wenn er gelernt hat, wie wichtig Ehrlichkeit und Hilfsbereitschaft sind, kann aus einem Hampelmann ein richtiger Junge werden!

 

Der Kinderbuchklassiker schwungvoll und mit viel Humor für das heutige Publikum auf die Bühne gebracht!

 

 

Spiel: Wolfgang Kerbs, Kai Sauter

 

Buch & Regie: Matthias Paul

 

Für Kinder von 5 bis 10 Jahren. Spieldauer 60 Minuten

 

Eintritt AK 8 / 6 Euro / VVK 6 Euro + VVK-Gebühr

 


 

Wettbewerb

29.10.2017 / So / 19.00 Uhr / TiKK

 

 

 

living happily ever after

von Constantin Hochkeppel, Elisabeth Hofmann, Laura N. Junghanns

KimchiBrot Connection, Köln & Ruhrgebiet

 

Unzählige Beziehungsmodelle stehen heutzutage zur Auswahl, potentielle Partner werden bei Tinder mit einem Wisch aussortiert, Partnerbörsen bieten Matches auf einer Skala von unverbindlichem Sex bis Geborgenheit, Beziehungsvorstellungen werden geprägt von Hollywoodschnulzen, aber auch Pornoseiten. Und was will das moderne Individuum in diesem Dschungel aus Möglichkeiten eigentlich? Roman-tische Liebe, bis dass der Tod uns scheidet? Oder eher Spaß ohne Verpflichtungen?

 

KimchiBrot Connection nehmen sich dieser Thematik mit viel Witz, Tiefe und vollem Körpereinsatz an und zeigen dem Publikum eine Tour de Force durch alle möglichen Formen der Zwei-, Drei- oder Vielsamkeit. Zitate aus Popkultur, bekannte Filmaus-schnitte und persönliche Interviews bilden den akustischen Hintergrund zum aus-drucksstarken Spiel der Performer, die am Ende deutlich machen: Jede Liebe muss ihre eigene Sprache finden.

 

"Mit minimalem Requisiten- und maximalem Körpereinsatz, eindrucksvollen Ideen und durchweg begeisterndem Handwerk zeigen Hochkeppel und Hofmann, warum niemand anders als sie auf der Bühne stehen. Sie zeigen, dass es auch jenseits technologischer Entwicklungen noch Neuerungen im theatralischen und damit im menschlichen Bereich gibt. Es braucht nur genug Fantasie, darauf zu kommen."

Michael S. Zerban für opernnetz.de, Dezember 2016

 

ausgezeichnet mit dem PETRA-MEURER-PREIS 2017

nominiert für den KÖLNER THEATERPREIS 2016

nominiert für den KUNSTSALON-THEATERPREIS 2017

 

 

Entwicklung: Constantin Hochkeppel, Elisabeth Hofmann, Laura N. Junghanns

 

 

 

Spiel: Constantin Hochkeppel, Elisabeth Hofmann

 

 

 

Sound-Design: Laura N. Junghanns

 

 

 

Kostüm: Bartholomäus M. Kleppek

 

 

 

 

Eine Koproduktion von KimchiBrot Connection und studiobühneköln

 

 

 

 

Produziert im Rahmen von west off - Theaternetzwerk Rheinland

 

 

www.kimchibrot.de

www.facebook.com/kimchibrot

 

Eintritt AK 8 / 6 Euro / VVK 6 Euro + VVK-Gebühr

 


 

Wettbewerb

31.10.2017 / Di / 21.00 Uhr / TiKK - Karlstorbahnhof Saal

 

 

 

A Lovely Piece Of Shit

von Extraleben

Extraleben, Zürich

 

Mit Gewummer durch die Nacht und das Leben Wir jagen die Happyness und verwandeln unser Leben in ein vergoldetes Spektakel mit Einhörnern, Astronauten und Zombies. Alles ist am Arsch aber wichtiger als die Wahrheit ist das Glück. Life is too short to drama.

#livingthedream

 

Der erste Teil des Stücks beginnt im TiKK. Umzingelt von First-World Problems flieht Extraleben dann mit den Gästen in den Saal des Karlstorbahnhofs und errichtet auf der Halloween-Party das Wummerland: ein goldenes Refugium ohne Sorgen, wo der Bass Hymne ist. Das Einhorn lebt hier. Auf der Suche nach ihrem Glück ziehen alle von Höhepunkt zu Höhepunkt und stürzen sich gemeinsam in einem hedonistischen Tiefenrausch auf das Ende zu.

#gohardorgohome

 

Mit A Lovely Piece of Shit, ihrer persönlichen Dystopie einer Wohlfühlkultur, tourt Extraleben durch diverse Elektro-Tempel und Festivals unserer Zeit. Mit ihrem glitzernden Exzess beschwören sie den Zeitgeist ihrer Generation und lassen sich durch seine Widersprüche zerreiben: «Die Existenzängste unlängst im Champagner ersoffen, befinden wir uns in jener aufrichtigen Katerstimmung in der man begreift, dass man die Eskapaden der letzten Nacht bedingungslos akzeptieren muss, aber dennoch an die eigene Besinnung in der Zukunft glaubt.»

 

 

Mit: Benjamin Burger, Felician Hohnloser, Ray Herlitz, Roger Bonjour

 

 

 

Kostüm & Ausstattung: Henriette Herm

 

Musik: DJ Raycito

 

Gefördert durch: Stadt Zürich, Fachstelle Kultur Kanton Zürich, Stadt Winterthur, Migros Kulturproduzent, Ernst-Göhner-Stiftung, Pro Helvetia, Theater am Gleis

 

www.extraleben.ch

www.facebook.com/extraleben.ch

 

Eintritt AK 8 / 6 Euro / VVK 6 Euro + VVK-Gebühr

 


 

Wettbewerb

02.11.2017 / Do / 17.00 Uhr / Karlstorbahnhof Saal

02.11.2017 / Do / 21.00 Uhr / Karlstorbahnhof Saal

 

 

 

festgefeiert

Inspiriert von Saša Stanišićs Roman "Wie der Soldat das Grammofon repariert"

Cargo Theater, Freiburg

 

Es gibt: nichts was es nicht gibt, es gibt keine Reihenfolge, es gibt ständig jemanden der sagt er könne nicht mehr, er bekomme unmöglich noch einen Bissen hinunter, es gibt abwehrend fuchtelnde Hände, es gibt keine leeren Teller, es gibt ein Gebrüll und es gibt plötzlich keine Musik mehr, es gibt eine Stille - doch es fällt kein Schuss.

Krieg fällt nicht einfach vom Himmel. Es beginnt nicht mit Panzern, mit Soldaten und Blut. Wir beginnen mit einem Fest!

Inspiriert von Sasa Stanisics Roman "Wie der Soldat das Grammofon repariert", untersuchen drei Künstlerinnen des Freiburger Cargo-Theaters in ihrer neuen Produktion "festgefeiert" unter anderem die Fragen, in welchen Gestalten sich Kriege und Konflikte ankündigen und wie es möglich sein kann, dass inmitten von Trümmern weiter Feste gefeiert werden.

 

"...blitzschnell wechseln die Erzählebenen: Eben noch berichtet ein Bräutigam von den Vorbereitungen auf seinen großen Tag, da folgt die prosaische Parodie einer schwäbischen Hochzeitsplanerin auf Teneriffa; es gibt irrwitzige Anekdoten zwischen Wahrheit und Fiktion von Omas Beerdigung - und es ist die Rede von einem "der in die Waffen geht"... Wie ein Damoklesschwert schwebt über allem die anfängliche Ankündigung eines Endzeitfestes, das Leichenschmaus, Weihnachten und Silvester gleichermaßen werden soll. Da dämmert es einem langsam: Hier wird erzählt, wie der Krieg zum Fest kam.

Die kleine bosnische Stadt Visegrad aus Sasa Stanisics Roman könnte in dieser Inszenierung überall sein, gestern, heute und morgen. Ein raffiniertes Konzept mit einer Überfülle an Ideen, toller Livemusik, viel Dynamik, Präsenz und komödian-

tischem Talent..." Marion Klötzer, Badische Zeitung vom 21.09.2016

 

 

Spiel: Carla Wierer, Lubi Kimpanov, Ralf Reichard

 

Regie: Leon Wierer

 

Gefördert durch: Innovationsfonds Kunst Baden-Württemberg, Kulturamt Stadt Freiburg, Landesbank Baden-Württemberg

 

www.cargo-theater.de

 

Eintritt AK 14 / 9 Euro / VVK 11 Euro + VVK-Gebühr

 


 

Wettbewerb

02.11.2017 / So / 19.00 Uhr / TiKK

 

 

 

GELD - Das Stück zum Schein

Eine Eigenproduktion von Theater Apron

Theater APRON, Halle (Saale)

 

"Über Geld spricht man nicht." – sicher kennen Sie diese Redewendung. Und tatsächlich: es fällt uns leichter, Geld zu zählen, als davon zu erzählen. Wir reden oft über Preise, aber selten über Werte. Wir ahnen, dass etwas nicht stimmt mit unserem Geldsystem, spätestens seit der Finanzkrise 2008. Aber wir stellen es nicht wirklich in Frage. Dabei sind die Folgen katastrophal. Eine Veränderung ist jedoch nicht vorgesehen. Aber: Liegt der Fehler wirklich im System? – Und hier kommen wir ins Spiel. Wir, Theater Apron, sind den Spuren des Geldes gefolgt. Wie funktioniert unser Geldsystem und welche Folgen hat das für unsere Gesellschaft? Zwischen knallharten Fakten und Ratlosigkeit kommen wir dem Schein und Sein des Geldes ein ganzes Theater-Stück näher. Entstanden ist eine szenische Collage. Eine monetäre Inventur. Ein Wirtschaftskrimi mit bewegten Bildern und bewegenden Tönen. Unterhaltsam und informativ präsentieren wir eine Reise durch das Universum GELD.

 

 

Geldrolle: Astrid Beier

 

 

 

Geldrolle: Annegret Frauenlob

 

 

 

Geldrolle: Axel Kohout

 

 

 

Geldrolle: Oliver Rank

 

 

 

Geldrolle: Matthias Rohrschneider

 

 

 

Geldbündel: Ullrich Reuscher

 

Idee und Regie: Andrea Martin 

 

www.apron.de

 

Eintritt AK 14 / 9 Euro / VVK 11 Euro + VVK-Gebühr

 


 

Wettbewerb

03.11.2017 / Fr / 19.00 Uhr / TiKK

 

 

 

Australischer Frost

von Clemens Mädge

monsun.theater, Hamburg

 

Schwanger? Herzlichen Glückwunsch! Nicht glücklich? Aber warum?

Obwohl heute von einer „Gesellschaft ohne Tabus“ gesprochen wird, gibt es sie. Dazu gehört das „Unglück“, Mutter zu sein. Und wie viele andere Tabuthemen auch, wird dieses gerne totgeschwiegen, bis irreparable Schäden entstehen. Unter dem Druck der hohen Leistungsanforderungen in unserer Gesellschaft, fühlen sich Mütter oftmals völlig überfordert.

Nicht für jede Frau ist eine Mutterschaft erfüllend – aber wer gibt das schon gerne zu.

Autor Clemens Mädge entwickelt zusammen mit Regisseurin Kathrin Mayr ein Stück, das die Komplexität und Widersprüchlichkeit der Frau als Mutter in der Beziehung zu ihren Töchtern darstellt. Das Vertuschen von Missständen im Verhältnis von Mutter und Kind sowie im Umgang mit sich selbst, zieht sich hier ganz offensichtlich durch Generationen. Muster und Mechanismen machen es schwer, gewohnte Beziehungs-strukturen zu brechen.

Mädges Thema ist notwendig und brandaktuell im Hinblick auf die Forderung der Gesellschaft nach Glückseligkeit, die sich nicht erzwingen lässt.

 

 

Spiel: Meike Schmidt, Anjorka Strechel, Ewa Rataj

 

 

 

Kostüm: Judith Förster

 

 

 

Text & Dramaturgie: Clemens Mädge

 

Regie & Bühne: Kathrin Mayr

 

Gefördert durch die Kulturbehörde Hamburg.

 

www.monsuntheater.de

 

Eintritt AK 14 / 9 Euro / VVK 11 Euro + VVK-Gebühr

 


 

Rahmenprogramm

03.11.2017 / Fr / 21.00 Uhr / Theater im Romanischen Keller

 

 

 

Lange Nacht der Rampensau

Bühnenshow und Jubiläumsfest

 

Nach einer Woche Hochkultur wird es Zeit, auch der leichteren Muse Auge, Ohr und Zwerchfell zu öffnen und damit die Bühne des Romanischen Kellers für alle Stars und Sternchen aus jedwedem Subgenre der darstellenden Künste. Und vielleicht erlaubt uns – neben unseren LokalmatadorInnen – das ein und andere Teilnehmerensemble einen Einblick in die nicht-wettbewerbstauglichen Tiefen ihres theatralen Schaffens.

Bei der langen Nacht der Rampensau wird mit unseren Gästen und allen Machern und Freunden des Freien Theaters gemeinsam gefeiert, gespielt, geplauscht und gestaunt.

Ein kultureller Austausch der ganz besonders offenen Art!

 

Die Rampensau-Künstler sind u. a.:

 

Tutu Toulouse - servieren feine Kostproben Ihres neuen Programms (Premiere: 2018)

Tanzsektor Wiesloch - zeigt Momente aus seinem vielfältigen Tanztheater-Repertoire

Anna Hellein - präsentiert mit starker Stimme und Loopstation fantastische Interpretationen bekannter Songs und Melodien

Los Pyromanitos - die FeuertänzerInnen liefernuns in der Pause eine heiße Show

 

www.tututoulouse.de

www.tanzsektor.de

www.feuershow-heidelberg.de

 

Im Anschluss an das Bühnenprogramm feiern wir unser Theaterfest mit Musik & Drinks, der Absinthe-Bar des Grünen Engels und unserer Theatertage-Fotowand zum Jubiläum.

 

Moderation: Kai Sauter

 

 

Eintritt AK 5 Euro

 


 

Wettbewerb

04.11.2017 / Sa / 19.00 Uhr / TiKK

 

 

 

Der Frieden oder Fantastische Käfer und wo sie zu finden sind

nach Aristophanes

Cammerspiele, Leipzig

 

Auf der Welt herrscht Krieg. Nun ja, in Europa. Na gut, in Griechenland. Selbst die

Götter haben den Olymp wegen des Kriegslärms verlassen und der personifizierte

Krieg hat den Frieden in ein tiefes Loch gesperrt.

 

Trygaios, ein Weinbauer aus Athen, unzufrieden mit dem herrschenden Krieg, lässt

nichts unversucht, um in den Olymp zu kommen und dem Ganzen ein Ende zu

setzen. Nachdem er weder mit Bohnenranken, noch über einen hohen Turm in den

Olymp gelangt, mästet er einen riesigen Mistkäfer, seinen ganz persönlichen

Pegasus. Auf diesem will er auf den Olymp gelangen, Zeus zur Rede stellen und den

Frieden in seinem Land wieder herstellen. Ganz uneigennützig versteht sich.

Wäre da nur nicht die Sache mit Hermes und dem Zentauren und dem ständig nach

dem nächsten Donnerbalken suchende Mistkäfer. Es könnte alles so einfach sein,

aber vielleicht ist es sogar noch viel einfacher, wenn man nur den Krieg überlisten,

Hermes bestechen und den Frieden beschnüffeln könnte. Aber vielleicht ist Krieg

doch besser als Frieden… Und wer erzählt Sybille endlich die Geschichte vom

glatten Igel? Also auf zum Olymp ihr Abenteurer, Toren und funkeläugigen Affen, ihr

die ihr nach überreifem Frieden lechzt!

 

„Absurdität in Perfektion“

Leipziger Volkszeitung, 25.02.2017

 

 

Spiel: Anuschka Jokisch, Eric Schellenberger, David Wolfrum, Karsten Zahn

 

Musik: Johannes Golchert und Bettina Debora Otto

 

 

Regie: Dorothea Wagner

 

 

 

Dramaturgie: Martin Philipp Graf

 

 

 

Bühne und Kostüm: Lisa-Maria Totzke und Marek Bernacki

 

 

 

Illustrationen: Emma Ludwig

 

Assistenz: Kristina Haberland

 

www.cammerspiele.de

www.facebook.com/cammerspieleleipzig

 

Eintritt AK 14 / 9 Euro / VVK 11 Euro + VVK-Gebühr

 


 

Wettbewerb

04.11.2017 / Sa / 21.00 Uhr / Theater im Romanischen Keller

 

 

eins / null / vier

von ADOLESK

ADOLESK, Köln

Zelle 104: Vier junge Menschen begegnen sich unfreiwillig auf engstem Raum.
Im Mikrokosmos einer Gefängniszelle entfaltet sich ein unentrinnbarer Sog aus
Langeweile, Frustration und Gewalt, wie unter einem Brennglas münden räumliche
und psychische Enge in eine menschliche Katastrophe.

ADOLESK fokussiert in eins | null | vier, einer Mutmaßung zum Foltermord in der
JVA Siegburg von 2006, den gruppendynamischen Prozess der Inhaftierten.
Immer wieder verschieben sich während dieses Martyriums die Hierarchien in der
Gefängniszelle: Wer trifft die Entscheidungen, wer ist grausam genug, wer ist der Feigling, wer hat die Ideen?
Aus einem harmlosen Spiel wird bitterer, unwiderruflicher Ernst.
                                     
Anfängliche Langeweile schlägt ohne Ankündigung in brutale Tötungsabsicht um.
Die Zuschauer werden Beziehungsmodelle erkennen, weil jeder Mensch Mitglied
mindestens einer Peergroup ist, und in jeder der möglichen Gruppen spielt der
Einzelne eine ihm zugewiesene oder selbst bevorzugte Rolle. Dieses erleichtert die
Identifikation mit den einzelnen Figuren und eröffnet die Möglichkeit, innere
Konflikte der Figuren zu beobachten und diese dann mit eigenen Verhaltensmustern
abzugleichen.

Spiel: Till Klein, Philipp Milbradt, Robert Sheldon, Nuri Yildiz
Regie: Steven Reinert + Martin Thiel (ADOLESK)


www.adolesk.de

 

Eintritt AK 14 / 9 Euro / VVK 11 Euro + VVK-Gebühr

 


 

Rahmenprogramm

05.11.2017 / So / 17.00 Uhr / TiKK

 

 

 

PREISVERLEIHUNG

 

Nach den zehn an- und aufregenden Festivaltagen vergibt die Jury den 20. HEIDELBERGER THEATERPREIS an die herausragenden Produktionen des Jahres. Der Gewinner des Publikumspreises bekommt außerdem den Wanderpokal der Theatertage, den Heidelberger Puck, verliehen.

 

Musikalisch golden gerahmt wird der Abend von three in the box, der sympathischsten Dreiviertel-Frauen-Combo der Metropolregion!

 

www.threeinthebox.de

 

Eintritt frei (um Reservierung wird gebeten unter tikk@karlstorbahnhof.de)

 


 

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